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Voltigieren:
Definition und Bestimmungen
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Neu ab 01.01.2008:
LPO 2008 - Voltigierer erhalten neues Wettkampfsystem

Rostock (fn-press). Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Rostock hat der Beirat Sport die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) verabschiedet.
Für den Voltigiersport ergeben sich mit dem Stichtag 1. Januar 2008 tiefgreifende Veränderungen im Regelwerk. Neu ist, dass die Anforderungen für das Voltigieren mit dem FN-Aufgabenheft Voltigieren in einem separaten Werk veröffentlicht und somit aus der LPO herausgelöst sind.

Im Wesentlichen ändert sich das Regelwerk für das Voltigieren wie folgt: Die bislang alphabetisch gegliederten Leistungsklassen mit der Kategorisierung A bis D werden ab 2008 den Bezeichnungen der klassischen Pferdesportdisziplinen wie Dressur, Springen oder Vielseitigkeit angepasst. Der Disziplinbeirat Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) verspricht sich von diesen Änderungen eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit mit den anderen Pferdesportdisziplinen.
Ab dem kommenden Jahr gliedert sich das bisherige System der Gruppen mit acht Voltigierern dann in die Klassen M (bislang LK A und B) bis A (bislang LK D) auf. Ab 2008 können auch Voltigierer im unteren Turniersport über das 18. Lebensjahr hinaus den Turniersport ausüben. Die obere Altersbeschränkung fällt also weg. Analog zum internationalen Reglement wird das System der Sechsergruppen in das nationale Reglement integriert.
Im Detail ergeben sich für den Turniersport Voltigieren folgende Änderungen:

Klasse A (bisher D) - In der Klasse A ist ab 2008 weiter das gewohnte Pflicht- und Kürprogramm mit acht Voltigierern je Gruppe zu turnen. Allerdings kann diese Klasse in zwei Altersstufen ausgeschrieben werden. Unterschieden wird dann zwischen Gruppen mit Mitgliedern im Alter von 16 Jahren und jünger sowie Gruppen ohne Alterslimitierung. Zum Aufstieg in die nächst höhere Klasse L wird wie bisher zweimal die Mindestnote von 5,0 benötigt, allerdings muss die Gruppe erst nach viermaligem Erreichen in die höhere Klasse aufsteigen.

Klasse L (bisher C) - In der Klasse L bleibt das Pflicht- und Kürprogramm auch 2008 unverändert und ist mit acht Voltigierern zu absolvieren. Wie in der Klasse A ist auch hier das Ausschreiben der Prüfung nach Alter möglich. Unterschieden wird zwischen Gruppen mit Mitgliedern im Alter von 18 Jahren und jünger sowie Gruppen ohne Alterslimitierung. Zum Aufstieg in die nächst höhere Klasse M* wird wie bisher zweimal die Mindestnote von 5,5 oder höher benötigt, allerdings muss die Gruppe erst nach viermaligem Erreichen in die höhere Klasse aufsteigen.

Klasse M*/M** (bisher B/A) - Während in den Klassen A und L Alterslimitierungen möglich sind, ist die Klasse M altersoffen. Die Voltigierer zeigen wie bisher das gewohnte Pflicht- und Kürprogramm mit acht Voltigierern. Ändern werden sich allerdings die Pflicht- und Kürzeiten. Zukünftig beträgt die Höchstzeit für die Pflicht acht Minuten und für die Kür vier Minuten. Dem Veranstalter ist es vorbehalten, die Klasse M als M* und M** auszuschreiben. Startberechtigt in M* sind Gruppen, die mindestens zweimal die Wertnote von 5,5 oder höher in der Klasse L erhalten haben.
An M**-Prüfungen können Gruppen teilnehmen, die mindestens zweimal die Wertnote von 6,5 oder höher in der Klasse M erreicht haben. Wer in der Klasse S an den Start gehen möchte, benötigt eine zweimalige Qualifikationsnote von 7,0 oder höher.

Klasse S - Die Klasse S ist dem Spitzensport vorbehalten und orientiert sich am internationalen Reglement. Die altersoffenen Vereinsmannschaften bestehen nur aus sechs Mitgliedern. Um in der höchsten Klasse an den Start gehen zu können, muss in der Klasse M oder bei den Juniorteams eine Qualifikationsnote von mindestens zweimal 7,0 oder höher erzielt werden. S-Gruppen können alternativ von Turnier zu Turnier zwischen M und S wechseln. In der Klasse S ist für jeden Gruppenvoltigierer eine FN-Jahresturnierlizenz erforderlich.

Juniorteams - Die Juniorteams werden wie die Gruppen der Klasse S nach internationalem Reglement ausgeschrieben. Sie bestehen aus Mitgliedern im Alter von 16 Jahren und jünger, die im Gegensatz zu den anderen Klassen nicht alle einem Verein angehören müssen. Um hier an den Start gehen zu können, bedarf es keiner Aufstiegs- oder Qualifikationsnoten. Die Juniorteams haben je nach erzielten Leistungen (Wertnoten) die Möglichkeit, in die Klassen A bis S zu wechseln, sofern die Gruppenvoltigierer alle dem gleichen Verein angehören. Erzielt also ein Juniorteam zweimal die Wertnote 7,0 oder höher ist es in der Klasse S startberechtigt.

EV-M/EV-S (bisher EV-B/EV-A) - Auch beim Einzelvoltgieren gibt es leichte Veränderungen. So ist es ab 2008 erforderlich, mindestens zweimal aber maximal dreimal die Wertnote 7,0 oder höher zu erreichen, um von M nach S aufzusteigen.

Doppelvoltigieren - Beim Doppelvoltigieren gibt es keine wesentlichen Veränderungen.
Was ist Voltigieren?
(silber unterlegt)
Besondere Bestimmungen der KLW 2007
(gelb unterlegt)
Abzeichen im Pferdesport
(weiß unterlegt)

-   Basis-Pass-Pferdekunde
-   Das Kleine Voltigierabzeichen Klasse IV
-   Das Voltigierabzeichen Klasse III, Bronze
Die ethischen Grundsätze
(grün unterlegt)
Leistungsklasse E
Bewegungsbeschreibung
(hellgrün unterlegt)
Voltigieren heißt, turnerisch-gymnastische Übungen auf dem Pferd auszuführen. Das Zusammenwirken von Pferd, Longenführer und Voltigierer bildet die Grundvoraussetzung für diese Pferdesportart. Der Longenführer longiert das Pferd auf einer großen Zirkellinie, die Voltigierer führen ihre Übungen im Einklang mit den Bewegungen des Pferdes aus.

Es gibt nationale und internationale Prüfungen im Gruppen- Einzel- und Doppelvoltigieren bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften. Gruppen- und Einzelprüfungen bestehen aus Pflicht und Kür, Doppelvoltigieren ist eine reine Kürprüfung.

Eine Voltigiergruppe besteht aus acht Voltigierern und einem Ersatzvoltigierer. Zunächst werden die in der jeweiligen Leistungsklasse verlangten Pflichtübungen von allen acht Voltigierern gezeigt. Darauf folgt eine frei zusammengestellte Kür mit statischen und dynamischen Elementen, wobei bis zu drei Voltigierer gleichzeitig beteiligt sind. Der Einzelvoltigierer zeigt nach der Pflicht eine Kür aus statischen und dynamischen Einzelübungen sowie Bodensprüngen. Beim Doppelvoltigieren zeigen Damen- bzw. Herrenpaare oder gemischte Paare (Pas de Deux) eine Doppelkür. Die Kürübungen werden zu einer fließenden Bewegungsfolge kombiniert und durch passende Musik unterstrichen.

Die Voltigierer brauchen vielfältige Fähigkeiten wie Koordination, Bewegungsgefühl, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Schnellkraft. Zusammen mit einem geschulten Longenführer und einem korrekt ausgebildeten Pferd können sie eine erfolgreiche Einheit bilden.

In der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) sind Wettbewerbe und Prüfungen in den Leistungsklassen A, B, C und D festgeschrieben. Zur Vorbereitung auf den Turniersport gibt es eine Vielzahl an breitensportlichen Wettbewerben.
Bestimmungen 2007

für den Bereich der Kommission für Pferdeleistungsprüfungen
in Westfalen (KLW)

A. Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Zuständigkeit der KLW
Die Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen (KLW) ist gem. § 5 LPO für die
Genehmigung (Kat. B und C) und Überwachung aller Pferdeleistungsschauen (PLS), Pferdeschauen
(PS), Voltigierturniere (V-PLS, V-PS), Freizeitreiter-/Freizeitfahrertreffen und Reiter-, Fahrer- und
Voltigiertage (RT) in Westfalen zuständig.
Sitz und Geschäftsstelle:
Sudmühlenstr. 33, Postfach 460108, 48072 Münster, Ruf: 0251/32809-82,
Telefax: 0251/32809-66, E-Mail: zentrale@pv-muenster.de
§ 2 Ordnungsmaßnahmen, Gebühren
1. Wer gegen die LPO oder die Bestimmungen 2007 verstößt, wird von der KLW mit einer
Ordnungsmaßnahme belegt. Grundsätzlich wird jede Ordnungsmaßnahme von 50 € aufwärts
und jede zeitliche Sperre über den Rahmen einer PLS/PS hinaus im offiziellen
Verbandsorgan veröffentlicht, sobald sie rechtskräftig geworden ist.
2. Für die Bearbeitung und Genehmigung der Ausschreibungen sowie die Beaufsichtigung und
Überwachung der PS/PLS, Volt, Sonderprüfungen, Freizeitreiter-/Freizeitfahrertreffen und
RT/FT gilt die Gebührenordnung des PV.
B. Bestimmungen für Veranstalter
§ 3 Veranstaltungen, Termine, Genehmigungen (siehe §§ 10 und 30 LPO)
1. Alle Termine und Ausschreibungen von internationalen PLS, PLS, PS, V-PLS, V-PS,
Freizeitreiter-/ Freizeitfahrertreffen und RT/VT/FT müssen von der KLW genehmigt werden.
2. Die Termine sind der KLW gemäß nachfolgender Terminliste auf den vorgeschriebenen
Formularen über den zuständigen Kreis-, Bezirks- bzw. Stadtreiterverband einzureichen.
Veranstaltungen Vorlage bei der KLW FN (gem. LPO)
Internationale PLS 15. Juli des Vorjahres 01. August des Vorjahres
PLS Kat. A 15. Oktober des Vorjahres 01. November des Vorjahres
PLS Kat. B 15. November des Vorjahres 01. Dezember des Vorjahres
PLS Kat. C und LP der Kat. B 15. November des Vorjahres 01. Dezember des Vorjahres
PS Kat. C ohne LP der Kat. B 01. Dezember des Vorjahres ---
PS Kat. C ohne LP der Kat. B
und für max. einen KRV
4 Monate vor Veranstaltungsbeginn
---
Reitertage/Fahrertage/Voltitage/
Freizeitreiter-/Freizeitfahrertreffen
4 Wochen vor
Veranstaltungsbeginn
---
3. Alle Termine (Int. PLS, PLS Kat. A, PLS Kat. B und PS Kat. C mit LP Kat. B) werden in der
Ausgabe 02 „Reiter und Pferde in Westfalen“ veröffentlicht. Termine, die nach
Redaktionsschluss für die Ausgabe 02 beantragt bzw. verlegt werden, werden erst dann
genehmigt, wenn das Einverständnis der durch den Teilnehmerkreis betroffenen
termingleichen Veranstalter vorliegt. Für internationale PLS und PLS der Kat. A gilt
zusätzlich der § 10.2 LPO.
4. Alle Ausschreibungen mit Leistungsprüfungen der Kat. B und A werden vollständig, die
Voltigierausschreibungen auszugsweise, in dem offiziellen Verbandsorgan „Reiter und
Pferde in Westfalen“ veröffentlicht.
5. Für die Veröffentlichung aller Veranstaltungen mit LP der Kat. A, B und die V-LP/V-WB
müssen die Ausschreibungen spätestens zu den im Terminplan 2007 angegebenen Terminen
der KLW vorliegen.
6. Mit jeder Ausschreibung, die bei der KLW eingereicht wird, müssen die Richter,
Parcourschefs/Parcourschefassistenten und Tierärzte angegeben werden.
7. Alle genehmigten Ausschreibungen tragen folgenden Sichtvermerk:
Die Veranstaltung am......................in ......................... und die Ausschreibungen hierfür sind
genehmigt. Münster, den
Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen (KLW)
gez. i.A. Unterschrift
Dieser Genehmigungsvermerk ist im Turnierprogramm oder am „Schwarzen Brett“
bekanntzugeben.
8. Nicht genehmigte Veranstaltungen ziehen Ordnungsmaßnahmen gegen Veranstalter,
Teilnehmer, Richter und Parcourschefs nach sich.
§ 4 Veranstaltungsdurchführung
1. Alle Turnierveranstalter sind verpflichtet, entsprechend der Vereinbarung mit der
Tierärztekammer, LV Westfalen, eine schriftliche Vereinbarung mit den eingesetzten
Tierärzten zu treffen.
2. Bei PS der Kat. C ohne Prüfungen der Kat. B oder mit max. 12
Wettbewerben/Leistungsprüfungen und V-PLS / V-PS reicht auch die schnellste
Einsatzbereitschaft des Tierarztes (Regelung alte LPO).
3. Bei allen PLS mit Fahr- und/oder Springprüfungen der Kl. M muss ein Parcourschefassistent
in Abstimmung mit dem Parcourschef benannt werden; bei allen PLS mit Fahr- und/oder
Springprüfungen der Kl. S muss der Parcourschefassistent mind. Parcourschef mit der
Qualifikation F bzw. SL sein.
4. Ergänzend zu § 56.1 LPO ist bei Basis- und Aufbauprüfungen für den/die zweite/en
Richter/in die erforderliche Qualifikation mind. DL/SL.
5. Ergänzend zu § 56.3 LPO 1.Satz ist als Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz ein anerkannter
Richter der entsprechenden Disziplin (Fahren/Reiten bzw. Voltigieren) einzusetzen.
6. Ergänzend zu § 56.7 LPO gilt für Richteranwärter/innen auch, dass das Richten und die
Teilnahme an WB/LP bei derselben PS/PLS nicht zulässig ist.
7. Bei allen Prüfungen mit beurteilendem Richtverfahren (Dressur/Fahren/Springen/
Vielseitigkeit) ist der Richtergruppe vom Veranstalter ein(e) Protokollführer(in) zur
Verfügung zu stellen.
8. In WB mit Ehrenpreisen ist der Wert der Ehrenpreise analog der Geldpreise gem.
Durchführungsbestimmungen zu § 25 Abs. 5 LPO.
9. Bei Wettbewerben gem. § 110 – 113 LPO erfolgt die Bewertung in einer kurz zu
begründenden Wertnote zwischen 10,0 – 0,0 gem. § 57 LPO.
10. In Kat. C dürfen analog zu § 31.4.4 LPO Komb. Wettbewerbe Kl. E für Fahrpferde bzw.
Fahrponys nach vorheriger Zustimmung der KLW zusammengelegt werden.
11. Für Pferdetransporter dürfen keine Parkplatzgebühren erhoben werden.
§ 5 Veranstaltungsformen
1. Veranstalter von PS/PLS kann nur ein dem PV angeschlossener Verein oder eine vom PV
anerkannte Turniergemeinschaft sein.
2. Die Veranstaltungsformen werden durch § 3 LPO geregelt. Darüber hinaus können alle dem
PV angeschlossenen Vereine und Pferdebetriebe „Reitertage“ (einschl. Voltigieren und
Fahren) und Freizeitreiter-/Fahrertreffen durchführen.
a) Reitertage/Fahrertage/Voltigiertage
1. Reitertage/Fahrertage/Voltigiertage sind Veranstaltungen, die an einem Tag durchgeführt
werden und an denen grundsätzlich nur Mitglieder oder Einstaller des Veranstalters
teilnehmen dürfen.
Die Veranstaltung muss eine Werbung für den Pferdesport sein.
2. Der KLW ist spätestens 4 Wochen vor der Veranstaltung die Ausschreibung zur
Genehmigung einzureichen. Pferdebetriebe müssen gleichzeitig den Nachweis einer
Veranstalterhaftpflicht erbringen.
3. Reitertage
Die WB dürfen den Rahmen der Kl. L nicht überschreiten. Anforderungen im Niveau der
Kl. M und S können nur als Schau ohne Platzierung durchgeführt werden.
Fahrertage
Die WB dürfen den Rahmen der Kl. A nicht übersteigen.
Voltigiertage
Die Gruppen-WB dürfen im Galopp die Anforderungen der LK E, die Einzel-WB dürfen im
Galopp die Anforderungen der LK C nicht überschreiten.
Es dürfen nur Voltigierer teilnehmen, die im laufenden oder vergangenen Jahr nicht an
WB/LP der LK A-D (Gruppen) bzw. an EV-LP A/B (Einzelvoltigierer) teilgenommen haben.
Es können voltigierbezogene WB mit nicht voltigierbezogenen WB kombiniert werden.
4. In allen Wettbewerben sind Geldpreise nicht zugelassen. Sieger und Platzierte dürfen
Schleifen, Andenken und Urkunden erhalten.
5. Der Einsatz darf den Einsatz für WB der Kat. C nicht übersteigen.
6. Die KLW entscheidet bei Vorlage der Ausschreibung über begründete Ausnahmen
hinsichtlich des Teilnehmerkreises (Fahren/Reiten) 2–5 Vereine/Pferdebetriebe; Voltigieren
bis max. 15 Gruppen, wobei eine Gruppe durch 4 EV oder 2 Paare (Doppelvoltigieren) ersetzt
werden kann. Die Genehmigung der Ausnahme setzt voraus, dass bei der Veranstaltung ein
Sanitätsdienst (mindestens eine Person mit der Mindestqualifikation ´Sanitätshelfer`) mit
Ausrüstung anwesend ist.
7. Erfolge und Platzierungen werden nicht registriert und finden bei der Erfolgsanrechnung von
Teilnehmern und Pferden/Ponys keine Berücksichtigung.
8. Der Veranstalter muss wenigstens einen anerkannten Richter zur Überwachung der
Veranstaltung einsetzen und der KLW benennen, der mit dem Veranstalter der KLW für
einen fairen, sportlichen und tierschutzgerechten Ablauf verantwortlich ist.
b) Freizeitreiter-/Fahrertreffen
1. Freizeitreiter-/Freizeitfahrertreffen sind Veranstaltungen, die eine Werbung für den
Pferdesport und den Breiten- und Freizeitsport sein sollen.
2. Grundsätzlich sollen diese Wettbewerbe nicht nach den Standardrichtlinien (§§ 300–800
LPO) ausgeschrieben werden, sondern in Anlehnung an die „Breitensportlichen
Wettbewerbe“ gem. Teil III des FN-Handbuches Pferdesport (§§ 100–107 LPO).
3. Die KLW entscheidet bei Vorlage der Ausschreibung über die Genehmigung.
4. Erfolge und Platzierungen werden nicht registriert.
5. Der Veranstalter muss wenigstens einen anerkannten Richter zur Überwachung der
Veranstaltung einsetzen und der KLW benennen. Der Richter ist zusammen mit dem
Veranstalter für einen fairen, sportlichen und tierschutzgerechten Ablauf verantwortlich.
§ 6 Abfassung der Ausschreibungen
1. Der Nennungsschluss für PS/PLS ist in der Terminliste der KLW festgelegt (Ausnahmen siehe § 34
LPO).
2. Wird eine räumliche Abgrenzung der Teilnehmerkreise vorgenommen, muss sich die Zulassung
jeweils auf ein zusammenhängendes Gebiet erstrecken. Das Überspringen von einzelnen Vereinen ist
nicht zulässig. Hingegen ist es gestattet, besonders nahestehende Vereine (Partnerschaften,
Turniergemeinschaften) einzuladen, jedoch nur bis zu ca. 25 % der angrenzenden teilnehmenden
Vereine. Leistungsprüfungen der Kat. B müssen für mindestens 6 Vereine (Ausnahme
Stadtmeisterschaften) ausgeschrieben werden, die der Kl. S für mindestens den Bereich eines
Regierungsbezirks.
Bei der räumlichen Abgrenzung – Zugehörigkeit der Vereine zu einem Kreis-, Stadt- oder
Bezirksverband – gilt die Zugehörigkeit nur zu dem Kreis-, Stadt- oder Bezirksverband über den der
Verein Mitglied im Provinzial-Verband westf. Reit- und Fahrvereine ist (unbeschadet der
Mitgliedschaft in einem anderen KRV/BZV).
3. Bis zu 20 Einzelreiter auf persönliche Einladung des Veranstalters je PS/PLS sind erlaubt, sofern
dies in der Ausschreibung ausdrücklich erwähnt ist.
Als Einzelreiter gelten auch Mitglieder von Vereinen/Clubs, die in der Ausschreibung als
Einladungskriterium aufgeführt sind und diese Vereine/Clubs nicht Mitglied eines der FN
angeschlossenen Landesverbandes sind.
Die Anzahl der Einzelreiter darf in Prüfungen in Kat. B nicht mehr als 5% und in Prüfungen der Kat.
A nicht mehr als 10% des gesamten ausgeschriebenen Teilnehmerkreises betragen. Die Einladung
von Einzelreitern darf durch den Veranstalter nicht von materiellen Gegenleistungen abhängig
gemacht werden. Die Einzelreiter sind mit Beginn der Veranstaltung in geeigneter Weise (Anschlag
am ´Schwarzen Brett`) bekanntzugeben und dem KLW-Vertreter, der sie in seinem Bericht
aufnimmt, zu benennen.
4. Nach Genehmigung der Ausschreibung ist eine Erweiterung des Teilnehmerkreises in begründeten
Ausnahmen gegen eine Gebühr von 50 € möglich. Der Antrag ist schriftlich zu begründen.
5. Junioren-Prüfungen dürfen an Werktagen nur nachmittags (ab 14.00 Uhr) durchgeführt werden.
Ausnahme: In der vorläufigen ZE ist der genaue Vormittagsbeginn ausdrücklich angegeben.
6. In der Ausschreibung kann der Veranstalter für die Stamm-Mitglieder seines Vereines folgende
Handicaps im Rahmen der zulässigen Grenzen der LPO/KLW-Bestimmungen aufheben/ergänzen:
Kat. C/B
– Begrenzung der Pferde pro Teilnehmer und Prüfung
– Mindesterfolge Pferde + Teilnehmer
– Gegenseitiger Ausschluss von Prüfungen
– Zulassung niedrigerer LK
Kat. A
– Begrenzung der Pferde pro Teilnehmer und Prüfung mit Ausnahme von Prüfungen mit
begrenzter Teilnehmerzahl.
7. Bei jeder PS/PLS muss bei der Ausschreibung von Einzelaufgaben der Kl. A u./o. L mindestens eine
Aufgabe nach Kommando (Kommandogeber vom Veranstalter gestellt) ausgeschrieben werden.
8. Ergänzend zu den Durchführungsbestimmungen des § 27.4 LPO sind folgende Einsätze/
Nenngelder/Startgelder für Mannschaftsspringen mit 3 und/oder mehr Teilnehmern
vorgeschrieben.
Kat.C, 150,00 €, 200,00 € = 10,00 € Einsatz
250,00 €, 300,00 €, 350,00 € = 15,00 € Einsatz
400,00 €, 450,00 €, 500,00 € = 20,00 € Einsatz / Nenngeld / Startgeld
600,00 €, 750,00 €, 1.000,00 € = 25,00 € Einsatz / Nenngeld / Startgeld
1.250,00 € und mehr = 30,00 € Einsatz / Nenngeld / Startgeld
9. Ergänzend zu § 23.1.9 LPO muss bei Hallenveranstaltungen die tatsächliche Reitfläche
(Vorbereitungs- und Prüfungsplatz) in der Ausschreibung angegeben werden.
10. Sind in einer Ausschreibung gemäß § 26.2.2 LPO Ausweichtage angegeben, dient dies zur
Information der Nenner. Beim Veranstalter bleibt jedoch die Verpflichtung der Rückerstattung der
Einsätze/Nenngelder bei Änderung der vorläufigen Zeiteinteilung.
C. Bestimmungen für Teilnehmer und Pferdebesitzer
§ 7 Nennungen
Bei der FN nicht eingetragene Pferde bzw. Teilnehmer/innen ohne Reiterausweis sind in WB der Kat.
C auf den Nennungsformularen der KLW oder per Internet durch Nennung-online zu nennen. Bei
Voltigierwettbewerben ist das Nennungsformular der KLW nur für die Leistungsklasse E, EN und für
Teilnehmer an breitensportlichen Wettbewerben gültig.
§ 8 Bestimmungen für Pony-WB und LP
1. Für die Teilnahme an WB der Kat. C ist für alle Ponys ein Equiden-/Pferdepass
vorgeschrieben, in dem das Stockmaß durch die zuständige Stelle (in Westfalen KLW)
eingetragen ist. Das Größenmaß gilt für das laufende Jahr für die Einstufung der Ponys in die
einzelnen Größenabteilungen der ausgeschriebenen WB. Dieses Maß ist verbindlich für
Ponys, die zum Zeitpunkt der Messung 7-jährig und älter sind. Für jüngere Ponys ist eine
Nachmessung vor dem 1. Start in jeder Saison zwingend (Ausnahme für Ponys, die bei der 1.
Messung kleiner als 142 cm waren).
2. In Pony-WB/LP (außer in Fahrprüfungen, Basis- und Aufbauprüfungen) sind Junioren
zugelassen, die im laufenden Kalenderjahr höchstens 16 Jahre alt werden.
3. Ponyreiter/innen der LK 5 + 4 sind in Spring-WB der Kl. E zugelassen, sofern sie mit
5jährigen Ponys (auch 4jährige Ponys in Stilspringprüfungen mit Standartanforderungen)
starten, die bis Nennungsschluss noch nicht in Springprüfungen und/oder Springpony/-
pferdeprüfungen der Kat. B platziert und/oder in Kl. E nicht mehr als 3 x platziert waren und
diese Regelung in der Ausschreibung der Spring-WB der Kl. E ausdrücklich erwähnt ist.
§ 9 Führzügelklasse, Reiterwettbewerbe, Stilspringen
1. In Reiterwettbewerben (gem. § 112 LPO) ist je Teilnehmer ein Pferd/Pony erlaubt, in
Stilspringprüfungen je Teilnehmer(in) bis zu 2 Pferde/Ponys.
2. Für Pferde, die in Reiterwettbewerben von mehreren Teilnehmern geritten werden, gilt dies
als ein Start.
3. In Reiterwettbewerben (gem. § 112 LPO) erfolgt eine Teilung in Anlehnung an § 50 LPO
mindestens wie folgt:
a) Teilung nach Anzahl der Nennungen/Starter
21–40 Nennungen 2 Abteilungen
41–60 Nennungen 3 Abteilungen usw.
4. Anforderungen gemäß § 112 LPO mit dem Zusatz, dass beim Reiten in Abteilungen die
Abteilung grundsätzlich auf höchstens 8 Teilnehmer begrenzt ist.
5. Dressurreiterwettbewerb gemäß § 113 LPO max. 4 Teilnehmer pro Abteilung.
6. In Ergänzung zu § 70 D. II LPO sind Hilfszügel nur aus Leder oder Gurtband mit oder ohne
Gummiverbindung (Gummiring) erlaubt.
§ 10 Erfolgsanrechnung
1. Ergänzend zu LPO § 62 werden die Erfolge für Teilnehmer und Pferde wie folgt angerechnet:
Aus dem laufenden Kalenderjahr bis zum Nennungsschluss der PLS/PS und den zwei
vorhergehenden Jahren.
2. Junioren der LK 5 u. 6 sind in allen Dressur-/Springprüfungen der Kat. B, (ausgeschrieben
für „Alle Altersklassen“) auch mit erfolgreichen lt. Ausschreibung ausgeschlossenen Pferden
startberechtigt, sofern die Junioren in der gleichen Klasse und/oder höher nicht mehr als
zweimal gesiegt haben.
§ 11 Besondere Startberechtigung
1. Pferde ohne die in der Ausschreibung verlangten Mindesterfolge sind in LP der Kl. A, L u.
M/B startberechtigt, wenn diese von Teilnehmern geritten werden, die den Leistungsklassen 1
(außer Kl. A) oder 2 angehören und laut Ausschreibung in den entsprechenden Prüfungen
zugelassen sind.
Dasselbe gilt für Teilnehmer, die innerhalb der letzten 24 Monate in Vielseitigkeitsprüfungen
der Kl. L wenigstens dreimal an 1.–5. St. u./o. höher wenigstens zweimal platziert waren. Die
entsprechenden Erfolge sind mit Ort und Datum bei der Nennung anzugeben.
2. Sind auf einer PLS gleichartige Prüfungen der Kl. M ausgeschrieben, sind Teilnehmer der LK
2 auf in Kl. A bzw. L sieglosen u./o. höheren Kl. unplatzierten Pferden automatisch in Kl. A
bzw. L zugelassen, sofern Startberechtigung für LK 3 ohne weiteres Handicap gegeben ist.
3. Teilnehmer der LK 1 sind auf in gleicher Klasse sieglosen und/oder höher unplatz. Pferden
automatisch in Kl. M zugelassen, sofern die Startberechtigung für LK 2 ohne weiteres
Handicap gegeben ist.
4. In kombinierten Mannschaftswettkämpfen der Kl. A sind auch 4-jährige Pferde, und in
kombinierten Mannschaftswettkämpfen der Kl. L sind auch 5-jährige Pferde zugelassen ohne
Platzierungsmöglichkeit in der Teilprüfung Springen (gilt nicht für Geländeritte). In der
Einzelwertung (Komb.-Wettkampf) dieser Komb.-Mannschafts-Wettkämpfe besteht für die
4- bzw. 5-jährigen Pferde die Möglichkeit der Platzierung, sofern aus dem Springen nur die
Strafpunkte und keine Zeit für die Berechnung herangezogen werden.
5. In Komb. WB der Kat. C mit Geländeritt sind auch Teilnehmer mit der LK V6, aber D/S5
u./o. höher zugelassen ohne Platzierungsmöglichkeit in den Teilprüfungen (Dressur u./o.
Springen), in denen sie eine höhere Leistungsklasse als LK 6 haben.
§ 12 Vereinszugehörigkeit, Stamm-Mitgliedschaft, Startberechtigung,
Jahresturnierlizenz
1. Jeder Teilnehmer muss für einen Verein seine Stamm-Mitgliedschaft erklären, die in der FNJahresturnierlizenz
ausgedruckt wird; er ist in LP der Kat. A u./o. B nur für diesen Verein
startberechtigt.
2. Änderungen der Stamm-Mitgliedschaft sind auf dem Formblatt der KLW unter Beifügung
der gültigen FN-Jahresturnierlizenz über die KLW zu beantragen. Nach einem Wechsel der
Stamm-Mitgliedschaft ist der Teilnehmer für den neuen Verein erst 3 Monate nach Zugang
der FN-Jahresturnierlizenz bei der FN startberechtigt. Das Startrecht für den alten Verein
bleibt bis dahin unberührt. Die Teilnehmer sind erst dann für den neuen Verein
startberechtigt, wenn dieses in der FN-Jahresturnierlizenz vermerkt, oder eine neue FNJahresturnierlizenz
ausgestellt ist. Eine sofortige Starterlaubnis für den neuen Verein bedarf
der Zustimmung des bisherigen Vereins.
3. Bei jeder Stamm-Mitgliedschaftsänderung ist vom Bewerber der Nachweis zu erbringen,
dass dem bisherigen Verein gegenüber keine Verpflichtungen mehr bestehen.
4) Sonderregelung:
4.1. Angehörige der Sportschule der Bundeswehr (Warendorf) sind unabhängig von ihrer
Vereinsmitgliedschaft nach vorheriger Abstimmung mit dem Veranstalter, in allen LP der
Kat. A u./o. B startberechtigt.
4.2. Mitglieder der EWU – Landesverband Westfalen – sind unabhängig vom eingeladenen
Teilnehmerkreis in WB der Kat. C, nach vorheriger Abstimmung mit dem Veranstalter,
startberechtigt.
4.3. Teilnehmer, die nicht Stamm-Mitglied eines westf. Reitervereins sind, sich aber für eine
befristete Zeit zur Ausbildung (lt. Ausbildungsvertrag) im Bereich der KLW befinden bzw.
sich zu einem mindestens 2-monatigen Training beim DOKR aufhalten, können auf Antrag
eine befristete Gastlizenz für einen westf. Verein erhalten. Diese Lizenz kann für drei bis
sechs Monate erteilt werden, die spätestens zur Startmeldung vorzulegen ist.
4.4. Studenten, die nicht Stamm-Mitglied in einem westf. Verein sind, müssen sich für die
Teilnahme an PS/PLS für einen Verein am Studienort entscheiden, für den sie dann während
ihres Studienaufenthaltes startberechtigt sind. Der Antrag ist jährlich unter Beifügung der
gültigen FN-Jahresturnierlizenz, des Studentenausweises und der Einverständniserklärung
des betreffenden Vereins bei der KLW einzureichen.
4.5. Für Schüler eines ganzzeitlichen Internates gelten die Regeln zu 4.4 analog.
4.6. Mitglieder des D- und L-Kaders 2007 des PV sowie Mitglieder des C-Kaders, die Stamm-
Mitglieder eines westf. Vereins sind, können unabhängig von ihrer Stamm-Mitgliedschaft,
ohne Altersbegrenzung von Teilnehmer und Pferd (Jun, JR) und ohne die verlangten
Mindesterfolge in LP der Kl. M/A und S auf Antrag des Landestrainers und in Abstimmung
mit dem Veranstalter eine besondere Starterlaubnis der KLW erhalten.
4.7. Über Ausnahmen zu Ziffer 4.3. und 4.4. entscheidet die KLW.
4.8. Die Sonderregelungen gelten nicht für Mannschaftswettkämpfe, Meisterschaften und
Sichtungsprüfungen.
§ 13 Ausschluss von Mitgliedern
1. Ein Ausschluss aus einem Verein ist ausschließlich eine interne Angelegenheit des
betreffenden Vereins und richtet sich nach dessen Satzung.
2. Jeder unanfechtbar gewordene Ausschluss ist dem Provinzial-Verband westf. Reit- und
Fahrvereine e.V. unter Angabe der Gründe schriftlich zu melden.
3. Ein rechtskräftig Ausgeschlossener (Fahrer, Pferdebesitzer, Reiter, Turnierfachleute,
Voltigierer) und ggf. auch die in seinem Besitz befindlichen Pferde werden gesperrt. Die
Sperre und ihre Dauer werden von der KLW festgelegt und den betreffenden Personen durch
Einschreiben mitgeteilt.
§ 14 Startberechtigung der Pferde (Ergänzung zu § 16 LPO)
1. Wenn die Ausschreibung für Mannschaftswettkämpfe eine Mitgliedschaft des Pferdebesitzers
zu einem Verein verlangt, ist ein Pferd jeweils nur für einen Stamm-Verein – allgemein den
des Besitzers – startberechtigt. In allen anderen Fällen muss der Besitzer das Pferd –
mindestens für das laufende Kalenderjahr – für einen Verein schriftlich bei der KLW 4
Wochen vor Nennungsschluss zur Verfügung stellen. Eine Veröffentlichung der
Zurverfügungstellung erfolgt im Verbandsorgan „Reiter und Pferde in Westfalen“.
2. Ist ein Pferd im Besitz von mehreren natürlichen u./o. juristischen Personen, müssen sich
diese für einen Verein entscheiden, für den das Pferd dann ausschließlich startberechtigt ist.
Diese Entscheidung ist der KLW schriftlich mitzuteilen.
D. Bestimmungen für Voltigierturniere (V-PLS, V-PS)
§ 15 Veranstalter, LP/WB, Teilnehmer
1. Nennungen:
Für die Leistungsklasse E, EN und für breitensportliche Wettbewerbe werden die aktuellen
Nennungsformulare der KLW verwendet. Sämtliche bei einem Voltigierturnier genannten Pferde,
Ersatzpferde, Longenführer und Ersatzlongenführer gelten als genannt für die Einzelvoltigierer.
2. Einteilung und Anforderungen:
In Ergänzung der Durchführungsbestimmungen zu § 20 LPO gelten für die nachstehenden
Leistungsklassen folgende Regelungen:
2.1. Leistungsklasse D
Die D-Pflicht (analog LPO) wird in Ergänzung zu § 202.1 auf der rechten Hand voltigiert. Bei der
Fahne wird das äußere Bein ausgestreckt. Beim Scheibenwischer erfolgt zunächst das Führen des
äußeren Beins nach innen, anschließend das Führen des inneren Beins nach außen. Die für den
Handwechsel benötigte Zeit fließt nicht in die Zeitmessung ein. Teilnehmer anderer Landesverbände
voltigieren wahlweise auf der rechten oder linken Hand und können gemeinsam mit westfälischen
Gruppen platziert werden.
2.2. Leistungsklasse E
Die LK E ist ein Einstiegsangebot für Voltigiergruppen.
Westfälische Gruppen entscheiden selbst, ob sie zunächst in der LK E oder direkt in der LK D starten
wollen. Es gibt keine Aufstiegsnoten, die Verweildauer in der LK E ist jedoch auf max. 12 Monate
begrenzt. Es dürfen max. 6 Starts erfolgen, danach muss in die LK D gewechselt werden.
Rückstufungen sind analog LPO möglich und bei der KLW zu beantragen.
Gruppen der LK E führen einen Leistungsnachweis (Formblatt der KLW), der bei jedem Start an der
Meldestelle vorgelegt wird und nach Beendigung der Zugehörigkeit zur LK E an die KLW zurück zu
senden ist. Voltigierer und Longenführer der Leistungsklasse E benötigen keine Jahresturnierlizenz der
FN. Startberechtigt sind Voltigierer, die im laufenden Kalenderjahr höchstens 18 Jahre alt werden.
Ausrüstung und Zubehör: Analog Leistungsklasse D.
Anforderungen Pflicht (rechte Hand) Bewegungsbeschreibung kann bei der KLW angefordert werden
1. Block:
– Sitz (beide Hände in der Hüftbeuge)
– Scheibenwischer (ohne Takt, Beginn nach außen)
– Abgang nach außen
2. Block:
– Bank, anschl. nacheinander Herausstrecken der Beine in die Liegestützposition
– Liegestütz (analog LPO 2004), anschl. schwungloses, beidbeiniges Aufknien
– Knien (mit hängenden Armen)
– Aus dem Knien über den flüchtigen Stütz beidbeinige, geschlossene Hockwende. Die Landung
erfolgt in Laufrichtung des Pferdes.
Anforderungen Pflichtkür (linke Hand):
– Wechsel der Sitzpositionen mit Richtungsänderungen
– Schneidersitz in Verbindung mit ...
– Prinzensitz vw
– Standwaage auf dem Rücken in Verbindung mit ...
– Lieger
– Knien in Verbindung mit ...
– Bank in Verbindung mit ...
– Standwaage in der Schlaufe
– Stehen in Verbindung mit ...
– Kürabgang
Beim Aufsprung ist die Hilfestellung durch ein Gruppenmitglied oder einer weiteren, bei der Nennung
angegebenen Person, erlaubt.
Bewertung Kür:
1. Schwierigkeit: max. 3,0, für jedes nicht gezeigte Element: 0,3 Punkte Abzug
2. Gestaltung: max. 5,0 Punkte
3. Ausführung: max. 10,0 Punkte
Bewertungsverhältnis: 1:1,5:3
Pferdenote = Faktor 1.
Gesamteindruck = Faktor 1.
Zeit: Die Gesamtzeit für Pflicht und Kür beträgt 12 Minuten. Handwechsel: ohne Zeitlimit, Richter
läuten an.
2.3. Leistungsklasse EV A
Einzelvoltigier-LP der Leistungsklasse A können dem Leistungsniveau entsprechend in zwei
Leistungsklassen (EA 1/ EA 2) ausgeschrieben werden. In dem Fall gilt:
Leistungsklasse EA/1: Einzelvoltigierer, die in der vergangenen und laufenden Saison bis
Nennungsschluss mehr als einmal die Wertnote 7,500 und/oder höher erreicht haben.
Leistungsklasse EA/2: Einzelvoltigierer, die in der vergangenen und laufenden Saison bis
Nennungsschluss mehr als einmal die Wertnote 6,500 und/oder höher und die Wertnote 7,500 und/oder
höher nicht zweimal erreicht haben.
2.4. Leistungsklasse EN
Die Leistungsklasse EN ist ein Einstiegsangebot für junge Einzelvoltigierer, die im laufenden
Kalenderjahr mind. 14, aber noch nicht 16 Jahre alt sind. Anforderungen analog LPO. Die Voltigierer
benötigen keine Jahresturnierlizenz für Einzelvoltigierer, die Longenführer sind im Besitz der FNJahresturnierlizenz
für Longenführer. Das gemeinsame Richtverfahren ist zulässig (davon mind. ein
Richter mit der Qualifikation VOE).
2.5. Breitensportliche Wettbewerbe
Breitensportliche Wettbewerbe sind Wettbewerbe für Gruppen-, Einzel- und Doppelvoltigierer, die sich
in ihren Anforderungen und ihrer Bewertung deutlich von den regulären Wettbewerben unterscheiden.
Die Anforderungen müssen im Galopp unterhalb von denen der LK D (Gruppen), bzw. LK B (Einzel)
ausgeschrieben werden. Das Bewertungssystem kann z.B. in Form eines Punktesystems gestaltet
werden (Punkte statt Noten, Punktsumme statt Endnote). In breitensportlichen Wettbewerben sind alle
Altersklassen zugelassen.
Es genügt der Einsatz eines Voltigierrichters. Breitensportliche Wettbewerbe können auf Voltigiertagen
und zusätzlich auf V-PS/V-PLS ausgeschrieben werden.
3. Verfassungsprüfungen
sind bei Bezirksmeisterschaften und bei den Qualifikationsprüfungen zur Westfälischen Meisterschaft
vorgeschrieben. Die KLW kann weitere Verfassungsprüfungen vorschreiben. Die Kosten trägt der
Veranstalter.
4. Longenführer
Ergänzend zu den Durchführungsbestimmungen zu § 20 LPO führen westfälische Longenführer mit
sich:
a) eine gültige Trainerlizenz im Pferdesport oder
b) Fortbildungsnachweise über 15 UE im Fach Longieren, die nicht älter als 48 Monate sind oder
c) Deutsches Longierabzeichen, welches nicht älter als 12 Monate ist.
5. Ergebniserfassung
Je eine Ausfertigung der Ergebnislisten ist binnen 14 Tagen nach Beendigung der V-PS / V-PLS an die
FN und LK zu senden. Die Ergebnisse der Leistungsklassen E, EN und der breitensportlichen
Wettbewerbe werden nur an die LK geschickt.
6. Stadt- und Kreismeisterschaften
Bei Stadt- und Kreismeisterschaften können bis zu drei aufeinanderfolgende Leistungsklassen
zusammengefasst werden. Die Noten dürfen jedoch nur dann in den Leistungsnachweis eingetragen
werden, wenn unter den Bedingungen der jeweiligen Leistungsklasse gestartet wurde.
E-Gruppen sind mit anderen Leistungsklassen startberechtigt und benötigen dort keinen
Gruppenausweis.
Bei Stadt- und Kreismeisterschaften ist gemeinsames Richten zulässig.
E. Bestimmungen für Sonderprüfungen
§ 16 Sonderprüfungen für Abzeichen im Pferdesport
1. Dem PV angeschlossenen Vereine/Fachschulen gem. APO dürfen zur Abnahme von
Abzeichen im Pferdesport Sonderprüfungen veranstalten. Sonderprüfungen für
Motivationsabzeichen/Basispass Pferdekunde können auch von den dem PV angeschlossenen
Pferdebetrieben, sofern eine Veranstalterhaftpflicht nachgewiesen wird, durchgeführt werden.
Weitere Sonderprüfungen sind über einen dem PV angeschlossenen Verein zu beantragen.
2. Sonderprüfungen sind spätestens 4 Wochen vor dem beabsichtigten Termin mit Datum, Ort,
Prüfungsbeginn sowie unter Angabe des verpflichteten Richters bzw. Prüfers – alternativ
beim Reitpass auch Trainer B mit der Fortbildung ´Breitensport/Reiten` und bei dem
Motivationsabzeichen Trainer C mit gültiger DSB-Lizenz – schriftlich bei der KLW zu
beantragen. Mit Ausnahme der Motivationsabzeichen (nur 1 Prüfer) sowie
Basispassprüfungen bis max. 10 Teilnehmer (nur 1 Richter) wird der zweite Richter/Prüfer
von der KLW benannt.
3. Der vom Veranstalter benannte Richter muss in der Liste der Turnierfachleute der
zuständigen LK – mit der den Anforderungen in der Sonderprüfung entsprechenden
Qualifikation – geführt werden.
Für das Deutsche Voltigierabzeichen muss der benannte Richter in der Liste der
Turnierfachleute der KLW mit der Qualifikation VOE geführt werden.
Für das Deutsche Longierabzeichen muss mind. einer der beiden Richter den Nachweis einer
bestandenen Prüfung im Fach Longieren im Rahmen einer Richter- und/oder Trainerprüfung
erbringen.
4. Die Abzeichen/Urkunden sind gegen eine Gebühr bei der KLW anzufordern. Das von der
KLW vorgegebene Prüfungsjournal ist sorgfältig auszufüllen und spätestens 5 Werktage nach
der Prüfung der KLW einzureichen.
F. Verbindlichkeit der Bestimmung
Im Übrigen gelten für alle PLS/PS die Bestimmungen der LPO, für alle Sonderprüfungen zur Abnahme
von Abzeichen im Pferdesport die APO und für beide v. g. die Satzung des PV und die
„Bestimmungen 2007 für den Bereich der KLW“; letztere sind durch einstimmigen Beschluss der
ordentlichen Kommissionssitzung vom 23. Oktober 2006 und dem Vorstand/Präsidium des PV
genehmigt worden und treten mit der Veröffentlichung in der Januar-Ausgabe 2007 von „Reiter und
Pferde in Westfalen“ in Kraft. Über Ausnahmen zu den Bestimmungen kann der Vorstand/das
Präsidium des PV entscheiden. Diese Entscheidung ist der nächsten ordentlichen Sitzung der
Kommission vorzutragen. Die bisherigen Bestimmungen verlieren damit ihre Gültigkeit.
veraltet, 2008 neu
kann ich nicht kopieren!
Abzeichen im Pferdesport

Prüfungsanforderungen Abzeichen, Stand: APO 2006

• Basis-Pass-Pferdekunde    
• Das Kleine Voltigierabzeichen Klasse IV
• Das Voltigierabzeichen Klasse III, Bronze


Basis-Pass Pferdekunde

Diese Prüfung ist das Fundament für alle Leistungsabzeichen und weiterführenden Prüfungen.

Davon ausgenommen sind lediglich die drei Motivationsabzeichen:
Kleines Hufeisen, Großes Hufeisen und Kombiniertes Hufeisen

Durchführung:
Die Prüfung zum Basis-Pass Pferdekunde kann am selben Tag durchgeführt werden, wie die daran anschließende Prüfung zu einem Leistungsabzeichen. Eine Wartezeit ist somit nicht erforderlich.

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
Die Praxis:   Du solltest den Richtern zeigen können, daß Du Sicherheit im Umgang mit dem Pferd hast. Dazu zählt:
- das Annähern, (Vor)Führen, Anbinden und Loslassen eines Pferdes
- Passieren anderer Pferde auf der Stallgasse und das Führen in die Box
- Pferdepflege
- Ausrüstung eines Pferdes
- Pferdeverhalten
- Kenntnisse vom Verladen eines Pferdes
Die Theorie: Hier solltest Du Dich in den folgenden Bereichen auskennen:
- Pferdeverhalten
- artgemäßer Umgang mit dem Pferd
- Kenntnisse von Fütterung und Fütterungstechnik
- Grundlagen der Pferdegesundheit
- Kenntnisse über Stallungen, und Bewegungsflächen
Feiern kannst Du, wenn Du die praktische und theoretische Prüfung bestanden hast. Es werden dabei von den Richtern keine Wertnoten vergeben.
Wenn Du leider diese Prüfungen nicht bestanden hast, dann kannst Du sie am nächstmöglichen Termin - ohne Wartezeit - wiederholen.

Wichtig
Diese Aufstellung ist nur eine unverbindliche und unvollständige Übersicht !!
Die offizielle und verbindliche Version erhaltet Ihr bei der FN oder bei Eurem Voltigier-Beauftragten





Das kleine Voltigierabzeichen
(Klasse IV)


Voraussetzung: Du hast die Prüfung zum Basis-Pass Pferdekunde bestanden

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
Die Praxis:   Du machst alle Übungen der D-Pflicht auf dem links galoppierenden Pferd und erhältst in allen Übungen die Mindestnote von 5,0. Wenn Du in einer einzigen Pflichtübung eine schlechtere Note als 5,0 bekommst (das kann ja mal passieren, ist aber kein Beinbruch), dann darfst Du diese Übung nach der Prüfung wiederholen. Jetzt mußt Du allerdings die Note 5,0 erreichen, damit Du die Prüfung bestehst.
Die Theorie: Wenn Du die praktische Prüfung bestanden hast, dann befragen Dich die Richter in der theoretischen Prüfung. Dabei solltest Du Dich in den folgenden Bereichen auskennen:
- Grundkenntnisse im Umgang mit dem Pferd und Pferdehaltung
- Tierschutzgesetz
- Grundkenntnisse in der Voltigierlehre und Ausrüstung des Voltigierpferdes
Feiern kannst Du, wenn Du die praktische Voltigierprüfung und die Theorie mit der Mindestnote 5,0 absolviert hast.
Wenn Du leider eine der beiden Prüfungen nicht bestanden hast, dann kannst Du die komplette Prüfung nach frühestens drei Monaten wiederholen.


Wichtig
Diese Aufstellung ist nur eine unverbindliche und unvollständige Übersicht !!
Die offizielle und verbindliche Version erhaltet Ihr bei der FN oder bei Eurem Voltigier-Beauftragten




Das Voltigierabzeichen Klasse III
Bronze

Voraussetzung: Du hast die Prüfung zum (kleinen) Voltigierabzeichen IV vor mindestens drei Monaten bestanden.

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
Die Praxis:   Du machst alle Übungen der C-Pflicht auf dem links galoppierenden Pferd und erhältst in allen Übungen die Mindestnote von 5,0. Wenn Du in einer einzigen Pflichtübung eine schlechtere Note als 5,0 bekommst (das kann ja mal passieren, ist aber kein Beinbruch), dann darfst Du diese Übung nach der Prüfung wiederholen. Jetzt mußt Du allerdings die Note 5,0 erreichen, damit Du die Prüfung bestehst.
Die Theorie: Wenn Du die praktische Prüfung bestanden hast, dann befragen Dich die Richter in der theoretischen Prüfung. Dabei solltest Du Dich in den folgenden Bereichen auskennen:
- Kenntnisse im Umgang mit dem Pferd und Pferdehaltung, sowie der Pferderassen
- Tierschutzgesetz
- Kenntnisse in der Voltigierlehre
- Kenntnisse von der Organisation des Reit- Fahr- und Voltigiersports
Feiern kannst Du, wenn Du die praktische Voltigierprüfung und die Theorie mit der Mindestnote 5,0 absolviert hast.
Wenn Du leider eine der beiden Prüfungen nicht bestanden hast, dann kannst Du die komplette Prüfung nach frühestens drei Monaten wiederholen.


Wichtig
Diese Aufstellung ist nur eine unverbindliche und unvollständige Übersicht !!
Die offizielle und verbindliche Version erhaltet Ihr bei der FN oder bei Eurem Voltigier-Beauftragten
Die ehischen Grundsätze des Pferdefreundes

1. Wer auch immer sich mit einem Pferd beschäftigt, trägt die Verantwortung für das ihm
anvertraute Lebewesen.
2. Die Haltung des Pferdes muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein.
3. Der physischen und psychischen Gesundheit des Pferdes ist unabhängig von seiner
Nutzung oberste Bedeutung einzuräumen.
4. Der Mensch hat jedes Pferd gleich zu achten, unabhängig von seiner Rasse, Alter und
Geschlecht, sowie Einsatz in Zucht, Freizeit oder Sport.
5. Das Wissen um die Geschichte des Pferdes, um seine Bedürfnisse sowie Kenntnisse im
Umgang mit dem Pferd sind kulturgeschichtliche Güter. Diese gilt es zu wahren und zu
vermitteln und an nachfolgende Generationen zu überliefern.
6. Der Umgang mit dem Pferd hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung gerade für junge
Menschen. Diese gilt es stets zu achten und zu fördern.
7. Der Mensch, der gemeinsam mit einem Pferd Sport betreibt, hat sich und dem ihm
anvertrauten Pferd einer Ausbildung zu unterziehen. Ziel jeder Ausbildung ist die
größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Pferd herzustellen.
8. Die Nutzung des Pferdes im Leistungs- sowie im allgemeinem Reit- Fahr und
Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, Leistungsvermögen und seiner
Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistungsvermögens durch
medikamentöse sowie nicht pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und
muss geahndet werden.
9. Die Verantwortung des Menschen für das ihm anvertraute Pferd erstreckt sich auch auf das
Lebensende des Pferdes. Dieser Verantwortung muss sich der Mensch stets im Sinne des
Pferde gerecht werden.
E-Pflicht
Voltigieren in Westfalen


Bewegungsbeschreibung der E-Pflicht
gem. den Bestimmungen der
Kommission für Pferdeleistungsprüfungen in Westfalen
1. Block:
– Grundsitz vorwärts (beide Hände in der Hüftbeuge)
[Bewegungsbeschreibung analog LPO 2004, S. 264]
Hauptbewertungskriterien: Balance in der Bewegung des Pferdes, Haltung

– Scheibenwischer ohne Takt, Beginn nach außen
(aus dem Grundsitz vorwärts in gleichmäßigem Fluss Führen des inneren, gestreckten Beines zum angefassten Außenquersitz mit geschlossenen Beinen; anschl. in gleichmäßigem Fluss Führen desselben Beines in den Grundsitz vorwärts. Analoge Bewegungsabfolge zum Innenquersitz und anschl. in den Grundsitz vorwärts.)
Hauptbewertungskriterien: Balance in der Bewegung des Pferdes, Haltung– Abgang nach außen [Bewegungsbeschreibung s. LPO 2004, S. 266]
Hauptbewertungskriterien: Ganzkörperspannung, Landung

2. Block:
– Bank [Bewegungsbeschreibung s. Richtlinien für Reiten, Fahren und Voltigieren Band 3 -Voltigieren 2002, S. 134, 13.9.1]
Hauptbewertungskriterium: Gleichgewicht

anschl. Gewichtsverlagerung auf die annähernd gestreckten Arme, nacheinander Herausstrecken der Beine in die Liegestützposition.

– Liegestütz [analog LPO 2004 S. 266], anschl. schwungloses, beidbeiniges Aufknien
Hauptbewertungskriterium: Ganzkörperspannung

– Knien (mit hängenden Armen) [analog LPO 2004, S 270f], anschließend Fassen beider Griffe.
Hauptbewertungskriterien: Gleichgewicht, Haltung

– Aus oben genannter Position erfolgt über den flüchtigen Stütz eine beidbeinige, geschlossene Hockwende nach innen. Dabei wird der   Schwerpunkt so weit nach oben und über die Arme verlagert, dass ein Winkel von annähernd 45° zwischen Oberkörper des Voltigierers und Pferderücken entsteht. Es erfolgt ein   Abdruck von den Griffen kurz vor dem Umkehrpunkt. Die Landung erfolgt in Laufrichtung des Pferdes.
Hauptbewertungskriterien: Abdruck von den Griffen, Landung
Hier ausführlicher:
E-Pflicht

1.Block
• Grundsitz vorwärts (beide Hände in der Hüftbeuge)
Bewegungsbeschreibung:
o aufrechter, freier Sitz vorwärts hinter dem Gurt (im tiefsten Punkt des Pferderückens)
o Blickrichtung geradeaus
o Gleichmäßige Belastung beider Gesäßknochen links und rechts der Wirbelsäule
o Schulter- und Hüftachse parallel zur Schulterachse des Pferdes
o Kopf, Schulter, Hüfte und Knöchel bilden eine senkrechte Linie
o Anlegen beider Beine ans Pferd
o Knie, Schienbein, Fußrist bilden eine Linie
Minderung der Übungsqualität:
o zu weit hinter dem Gurt
o unruhiger Oberkörper
o Abheben des Gesäßes
o mangelnde/ fehlende Aufrichtung
o Abknicken in der Hüfte
o Verdrehen im Oberkörper
o Stuhlsitz, Spaltsitz
o aktiv ausgedrehte Knie

Hauptbewertungskriterien: Balance in der Bewegung des Pferdes, Haltung

• Scheibenwischer ohne Takt, Beginn nach außen
Bewegungsbeschreibung:
o aus dem Grundsitz vorwärts in gleichmäßigem Fluss Führen des inneren, gestreckten Beines zum angefassten Außenquersitz mit geschlossenen Beinen.
o Anschließend in gleichmäßigem Fluss Führen des selben Beines in den Grundsitz vorwärts.
o Analoge Bewegungsabfolge zum Innenquersitz und anschließend in den Grundsitz vorwärts

Hauptbewertungskriterien: Balance in der Bewegung des Pferdes, Haltung

• Abgang nach außen
Bewegungsbeschreibung:
o Führen des rechten, gestreckten Beines in geichmäßigem Fluß nach außen, Beine schließen und sofortiger Abdruck von den Griffen nach oben mit gestreckter Hüfte
o Beidbeinige Landung außen, Füße parallel in Hüftbreite
o Abfedern in Fuß-, Knie- und Hüftgelenken
o Auslaufen in der Bewegungsrichtung des Pferdes
Minderung der Übungsqualität:
o kein sofortiger Abdruck von den Griffen, zu langes Festhalten der Griffe
o Beugung im Kniegelenk < 90 Grad,
o Landung zu hart
o mangelnde Schubumkehr
Hauptbewertungskriterien: Ganzkörperspannung, Landung



2.Block
• Bank
Bewegungsbeschreibung:
o aus dem Sitz mit beiden Beinen gleichzeitig so weit hinten auf dem Pferderücken aufknien, dass zwischen Oberkörper und Oberschenkeln ein Winkel von etwas weniger als 90 Grad entsteht.
o Die Schultern befinden sich über den Griffen. Knie, Unterschenkel und Füße liegen hüftbreit flach auf dem Pferderücken auf und passen sich der Rundung des Pferderückens an.
o Mit leicht gebeugten Armen von oben auf die Griffe stützen, die Ellenbogen zeigen dabei nach hinten.
o Das Körpergewicht ist auf beide Arme und Unterschenkel gleichmäßig verteilt. Die Bewegungen des Pferdes werden mit der Hüfte, Arm- und Kniegelenken abgefangen.
o Der Rücken ist gerade und die Bauchmuskulatur etwas gespannt. Der Kopf ist leicht zurückgenommen und der Blick nach vorn gerichtet.
o Für den Abbau das Gewicht mehr auf die Arme verlagern und weich mit gestreckten Beinen am Pferd entlang in den aufrichten Vorwärtssitz gleiten.

Hauptbewertungskriterien: Gleichgewicht
anschließend Gewichtsverlagerung auf die annähernd gestreckten Arme; nacheinander Herausstrecken der Beine in die Liegestützposition

• Liegestütz
Bewegungsbeschreibung:
o aus der Bank mit Strecken der Arme Gewichtsverlagerung auf die Hände
o Ablegen des gestreckten Beines auf den Fußrist
o Paralleles Auflegen des anderen Beines (Beine geschlossen)
o Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule
o Körperachse (Kopf bis Fußrist) bildet eine Gerade
Minderung der Übungsqualität:
o Auflage der Fußspitzen/Schienbein
o Paralleles Auflegen des anderen
o offene Beinhaltung
o Kopf im Nacken
o mangelnde Körperspannung (Hohlkreuz)oder Bückstellung


Hauptbewertungskriterien: Ganzkörperspannung

anschließend schwungloses, beidbeiniges Aufknien


• Knien mit hängenden Armen
Bewegungsbeschreibung:
o gleichzeitiges Aufknien beider Unterschenkel in Hüftbreite parallel zur Wirbelsäule des Pferdes (Fußspitzen gestreckt)
o Aufrichten des Oberkörpers leicht hinter die Senkrechte
o Gleichmäßige Gewichtsverteilung von den Knien bis zum Fußrist
o Blickrichtung geradeaus
o anschließend Fassen beider Griffe
Minderung der Übungsqualität:
o breites Knien
o Knien mit Hohlkreuz/ Abknicken im Hüftgelenk
o bohrende Knie/ Füße

Hauptbewertungskriterien: Gleichgewicht, Haltung

• Abhocken
o Aus oben genannter Position erfolgt über den flüchtigen Stütz eine beidbeinige, geschlossene Hockwende nach innen.
o Dabei wird der Schwerpunkt so weit nach oben und über die Arme verlagert, dass ein Winkel von annähernd 45° zwischen Oberkörper des Voltigieres und dem Pferderücken entsteht.
o Es erfolgt ein Abdruck von den Griffen kurz vor dem Umkehrpunkt.
o Die Landung erfolgt in Laufrichtung des Pferdes.

Hauptbewertungskriterien: Abdruck von den Griffen, Landung